Museum Schürhof Windisch

Legionslager Vindonissa

 
 

Chronologie der archäologischen Grabungen auf dem Areal des Schürhofs

 
1897
Grabungen Otto Hauser u. a. auf dem Areal ’Breite’, Grundstück Spillmann
Publikation: Vindonissa - Das Standquartier römischer Legionen, Otto Hauser 1904
1912
Grabungen der Gesellschaft Pro Vindonissa im Jahre 1912. 3,
Auf dem Schürhof in Windisch, nördlich von der Zürcher Strasse
(pdf ETH-Bibliothek)
1913
Windisch-Schatzmann/Spillmann 1913
Fünf Nord-Süd orientierte Sondageschnitte quer zur südlichen Lagerumwehrung führten zur Entdeckung der Lagermauer, der Spitzgräben und einer südlich davor verlaufenden Strasse.
(Am Südtor von Vindonissa, Jürgen Trumm)
1915
Windisch-Spillmann 1915
Nord-Süd orientierte Suchschnitte zur Verfolgung der südlichen Lagermauer und des davor liegenden Spitzgrabensystems.
(Am Südtor von Vindonissa, Jürgen Trumm)
1916
Windisch-Schatzmann/Spillmann 1916
Vier weitere Nord-Süd orientierte Suchschnitte an der südlichen Lagerumwehrung.
(Am Südtor von Vindonissa, Jürgen Trumm)
1921/22
Ausgrabungen am Südtor des Legionslagers
Publikation: Grabungen der Gesellschaft Pro Vindonissa 1921/22, I. Südwall mit Wehrturm und Südtor
1925
Grabungen der Gesellschaft Pro Vindonissa: Grabung auf der Südfront des Prätoriums im Herbst 1925, Areal ’Breite’ (pdf ETH-Bibliothek)
1926
Grabungen der Gesellschaft Pro Vindonissa: Münzen von der
Grabung Spillmann auf der Breite Windisch vom Oktober 1925 bis Januar
1926 (pdf ETH-Bibliothek)
1926/27
Grabungen der Gesellschaft Pro Vindonissa in den Jahren 1926/27: am Prätorium; Hausers ’Marstempel’, Grabung Spillmann 1926/27, Areal ’Breite’ (pdf ETH-Bibliothek)
1928
Grabungen der Gesellschaft Pro Vindonissa 1928. 1, am Praetorium
Grabung Spillmann 1928, Areal ’Breite’ (pdf ETH-Bibliothek)
1966/67
Erwerb des `Dohlenackers‘ (Chapfstrasse/Schützenhausweg) durch den Kanton Aargau mittels Landabtausch zur Sicherung der durch den Acker führenden römischen Wasserleitung. Die mündlich überlieferte Bezeichnung ’Dohlenacker’ bezieht sich auf die in diesem Acker vorhandenen Schächte (’Tolen’) der Wasserleitung.
Freilegung und Untersuchung von zwei Kontrollschächten durch die Kantonsarchäologie 2011, Publikation im Jahresbericht 2011 der Gesellschaft Pro Vindonissa: Die beiden aufgedeckten Schächte sind vermutlich im Mittelalter durch das Kloster Königsfelden oder den hier nach 1528 residierenden Berner Landvögten gebaut worden. Gemäss einer Urkunde von 1363 liess bereits Königin Agnes von Ungarn die Wasserleitung ausbessern. Auch der Berner Hofmeister Emanuel Tscharner sanierte gemäss seinem Amtsbericht von 1758 die Leitung mit grossem Aufwand.
1967/68
Grabungen Scheuerhof 1967/68, Wallweg 1979, Koprio 1980
Publikation: Das Praetorium und die Basilika von Vindonissa, Gesellschaft Pro Vindonissa
1971/72
Breite Windisch, Grabung 1971/72, Publikation:
Jahresbericht/Gesellschaft Pro Vindonissa 1972 (pdf ETH-Bibliothek)
1972
Grabungen Wartmann-Spillmann, Areal `Breite‘
Publikation: Neue Forschungen zum sog. Marsheiligtum im Zentrum des Legionslagers Vindonissa, Jahresbericht 2009, Gesellschaft Pro Vindonissa
1974
Die Münzen der Grabungen Scheuerhof 1967/68, Wartmann/Spillmann 1971/72 und Friedhoferweiterung Windisch 1968/70 (pdf ETH-Bibliothek)
1994
Ausgrabungen Gräberfeld Windisch-Dägerli, Areal ’Breitacker’
Publikation: Der Südfriedhof von Vindonissa, Gesellschaft Pro Vindonissa
2003/06
Ausgrabungen im Südteil des Legionslagers, Areal ’Spillmannwiese’
Publikation: Am Südtor von Vindonissa. Die Steinbauten der Grabung Windisch-Spillmannwiese 2003-2006 (V.003.1) im Süden des Legionslagers, Gesellschaft Pro Vindonissa

Erwerb von knapp etwas mehr als der Hälfte des Areals durch den Kanton Aargau für den Bau der Archäologiestätte Via et Porta Praetoria. Das Südtor oder die Porta Praetoria war das wichtigste und repräsentativste Tor des Legionslagers. Die Archäologiestätte bildet eine Station des Legionärspfades.

Der Verkauf der Schlüsselparzelle in zwei Etappen an den Kanton war die Voraussetzung für den Einbezug des Südtors und damit die Vervollständigung des Rundgangs im Legionärspfad. Durch die zweite Etappe des Landverkaufs wurde es möglich den Zugang zum Tor mit Wehrgräben und Strassen nach historischem Vorbild zu rekonstruieren. Es können dadurch im Legionärspfad alle Tore von Vindonissa frei und uneingeschränkt begangen werden.
 
» Via et Porta Praetoria
» Südtor im Sonntag
» Am Südtor von Vindonissa - Online Publikationen des Kantons Aargau
» Regional vom 30. Januar 2014  (pdf, 310 kB)
» General-Anzeiger Brugg 30. Januar 2014  (pdf, 249 kB)
» Aargauer Zeitung vom 25. Januar 2014 (Online-Artikel)
» Publikation in www.srf.ch 23. Januar 2014 (Online-Artikel)
 
2017
Legionärspfad - Station Fahnenheiligtum
Der Legionärspfad errichtete auf unserem Grundstück an der Dorfstrasse eine Aussenstation, einen Dia-Betrachter (sog. ’Gucki’), zur Lokalisierung des Fahnenheiligtums.

Das Fahnenheiligtum wurde im Zuge der Grabung Scheuerhof 1967/68 freigelegt und dokumentiert (siehe Chronik oben).
 
2017
Legionärspfad - Marstempel
Der Legionärspfad errichtete auf der ’Breite’ (Wohnsiedlung Breite) eine Aussenstation, einen Dia-Betrachter (sog. ’Gucki’), zur Lokalisierung des Marstempels.

Der Marstempel wurde auf unserem ehemaligen Landwirtschaftsgrundstück ’Breite’ insgesamt bei drei Grabungen freigelegt und dokumentiert (siehe nachstehend und Chronik oben).

1897 Grabungen Otto Hauser, Grundstück Spillmann
1926/27 Grabung Spillmann
1972 Grabungen Wartmann-Spillmann